Josef Winkler

männlichSchriftsteller

* 1953-03-03 Kamering, Österreich


Vita

  • 1967 - 1970 drei jährige Handelsschule in Villach
  • Büroangestellter in einer Oberkärntner Molkerei
  • Mitarbeiter eines Verlags, der Karl-May-Bücher produziert
  • 1970 -1973 Abendhandelsakademie in Klagenfurt
  • 1973 – 1982 Angestellter in der Verwaltung der Universität Klagenfurt
  • ab 1979 freigestellt um gemeinsam mit Alois Brandstetter einen Literarischen Arbeitskreis zu organisieren; darüber hinaus gab er die Literaturzeitschrift Schreibarbeiten heraus.
  • seit 1982 freier Schriftsteller
  • Er lebt zur Zeit mit Frau, Sohn und Tochter in Klagenfurt.

Werk

Die Sprache ist bilderreicher und ekstatisch. Thematisch stehen die Erfahrungen seiner schweren Kindheit und Jugend und die Vereinnahmung der kindlichen Phantasie durch die katholische Glaubenswelt im Zentrum senes Schaffens. Seine Homosexualität stellt ihn außerhalb der dörflichen Gemeinschaft wodurch er gezwungen ist andere Bezugsfiguren zu finden. Diese findet er unter anderem in anderen Schriftstellern, mit denen ihn das zentrale Thema der Homosexualität verbindet, wie z.B. Jean Genet und Hans Henny Jahnn

Romantrilogie ”Das wilde Kärnten” (als Trilogie: Suhrkamp, 1995)

  • Menschenkind. Suhrkamp, 1979;
  • Der Ackermann aus Kärnten”. Suhrkamp, 1980;
  • Muttersprache. Suhrkamp, 1982;

Weitere Romane

  • Die Verschleppung. Suhrkamp, 1983
  • Der Leibeigene. Suhrkamp, 1987
  • Friedhof der bitteren Orangen. Suhrkamp, 1990
  • Das Zöglingsheft des Jean Genet. Suhrkamp, 1992
  • Domra, Suhrkamp. 1996
  • Wenn es soweit ist. Suhrkamp, 1998
  • Natura Morta. Römische Novelle. Suhrkamp, 2001
  • Leichnam, seine Familie belauernd. Suhrkamp, 2003
  • Roppongi. Requiem für einen Vater. Suhrkamp, 2007
  • Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot. Suhrkamp, 2008

Auszeichnungen

  • 1979 Verleger-Preis des I.-Bachmann-Wettbewerbs
  • 1980 Anton-Wildgans-Preis
  • 1990 Kranichsteiner Literaturpreis
  • 1994/1995 Stadtschreiber von Bergen
  • 1995 Bettina-von-Arnim-Preis
  • 1996 Berliner Literaturpreis
  • 1996 manuskripte-Preis des Landes Steiermark
  • 2000 André-Gide-Preis – für Wenn es soweit ist, und für seinen Übersetzer ins Französische, Bernard Banoun
  • 2001 A.-Döblin-Preis
  • 2001 Otto-Stoessl-Preis
  • 2005 Franz-Nabl-Preis der Stadt Graz
  • 2007 Großer Österreichischer Staatspreis
  • 2008 Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung

Mitgliedschaften

  • Grazer Autorenversammlung
  • Interessengemeinschaft österreichischer Autorinnen & Autoren

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