Egon Wellesz

männlichKomponist, Musikwissenschaftler, Universitätsprofessor

* 1885-10-21 Wien, Österreich

†1974-11-09 Oxford, Großbritannien

Andere Namen: Wellesz Egon Joseph


Freund von Anton Webern

Bedeutende Persönlichkeit der österreichischen Musik des 20. Jahrhunderts

Vita

  • Studium der Musikwissenschaften bei Guido Adler und Kompositionslehre bei Arnold Schönberg
  • 1908 promovierte er an der Wiener Universität (Dr. phil.)
  • ab 1913 als Dozent an der Universität Wien
  • 1929-38 als Professor an der Uni Wien
  • 1932 Ehrendoktorat der Universität Oxford
  • 1938 Emigration nach Großbritannien, wo er in Oxford lehrte
  • ab 1956 Lehrtätigkeit an der Universität Edinburgh

Wissenschaftliches Werk

Wandte sich als Wissenschaftler von der Barockmusik ab und ab cirka 1920 der Byzantinistik zu, deren Neumenschnft des 13—15. Jahrhunderts er deutete und über die er einige wissenschaftliche Abhandlungen schrieb (u. a. "Byzantinische Kirchenmusik", 1927).

Daneben verfaßte er auch zahlreiche andere musikwissenschaftliche Werke (z. B. "Der Beginn des musikalischen Barock und die Anfänge der Oper in Wien", 1922).

Kompositorisches Werk

Als Komponist stand er zunächst dem Schönberg-Kreis nahe, trat aber bald aus dessen Schatten heraus und ging eigene Wege. Einige seiner Bühnenwerke nach klassischen bzw. klassischantiken Vorlagen wurden in den 20er Jahren in Deutschland aufgeführt ("Alkestis", Oper nach Euripides, "Scherz, List und Rache", Singspiel nach Goethe). Sein größter Bühnenerfolg, die Oper "Die Bacchantinnen" (nach Euripides, 1930), wurde in Wien uraufgeführt.

Nach dem 2. Weltkrieg schuf er ein reiches instrumentales Werk: 9 Symphonien, Messen, Kammer- und Chormusik

Auszeichnungen

Literatur

  • "Egon Wellesz Leben und Werk", 1981; F. Endler (Hg.)
  • "Egon Wellesz", 1986; O. Kolleritsch (Hg.)

Das Urheberrecht © liegt bei den mitwirkenden Autoren. Alle Inhalte dieser Kollaborations-Plattform sind Eigentum der Autoren.