Otto Wagner

männlich Architekt Kunsttheoretiker

* 1841-07-13 Wien, Österreich

†1918-04-11 Wien, Österreich

Kinder: Otto Wagner der Jüngere (1864-08-28)

siehe auch: Jugendstil Gruft der Familie Wagner


Vita

  • 1857 und 1862 Architekturstudium Königliche Bauakademie, Berlin und Akademie der Bildenden Künste, Wien
  • Gehörte dem Kreis Ludwig Försters und Theophil von Hansens an
  • 1864 Geburt seines Sohnes Otto Wagner der Jüngere
  • ab 1864 Realisierung eigener Projekte im historischen Stil. Auf Basis teils spätromantischen, teils strengen Ansätze entstanden monumentale Projekte bis hin zum Städtebau
  • ab 1884 Professor an der Wiener Akademie der Bildenden Künste Wien
  • Er prägte das Wiener Stadtbild mit pathetischen bis üppig renaissancehaften Ringstraßen-Stil
  • 1890 wendet Wagner sich von den historistischen Idealen ab und der Erneuerung der Kunst zu
  • Später distanzierte er sich teilweise von seinem Frühwerk

Schüler

Als Lehrer zog Wagner eine legendäre Schule (Joseph Maria Olbrich, Josef Hoffmann, Josef Plecnik) heran, die seine Ideen oft auf höchstem ästhetischen Niveau weiterentwickelten, aber aufgrund wirtschaftlicher Umstände wenig umsetzen konnten

Andere Schüler, wie Heinrich Schmid und Hermann Aichinger sind zwar als Personen nicht so bekannt, setzten jedoch durch ihre Gemeindebauten Akzente im sogenannten "Roten Wien"

Weitere Architekten gelten zwar nicht als Schüler Otto Wagners, waren jedoch durch sein Wirken inspiriert, etwa Oskar Marmorek, der uA, den Rüdigerhof in Wien Margareten erbaute

Werke

Er änderte nicht die Struktur, sondern die formale Gestaltung und wird zum Wegbereiter der modernen Sachlichkeit und Funktionalität. Der Architekt als Künstler müsse das Ingenieurschaffen zwar anerkennen und verwerten, aber unbedingt über die bloße Nutzgestaltung hinaus entwickeln. Mit seinen Werken bestimmte Wagner entscheidend sowohl die Architektur der Wiener Secession als auch die Grundlagen der von jüngeren Architekten konsequent realisierten Moderne. Wagner war die überragende Architektenpersönlichkeit Wiens im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert und verkörperte die fruchtbare Verbindung von Historismus? und Moderne. In fast allen Bereichen der Baukunst? wirkte er durch wichtige Leistungen richtungsweisend. Bestimmend blieb stets eine am Gesamtkunstwerk orientierte Grundeinstellung.

  • 1879 Mitarbeit am sogenannten Makart-Festzug

Nicht aufgeliste Bauten

  • 1867 Schloss Mocsonyi in Kapolnas, H
  • 1873 Synagoge in Budapest
  • 1875 „Sgraffittohäuser“, Wien 1, Bauernmarkt 6 (nicht erhalten)
  • 1895 Kaufhaus Neumann, Wien 1, Kärntner Straße 19 (nicht erhalten)
  • um 1900 Miethaus „Industriehof“, Budapest, H, Bajcsi-Zsilinszky utca (mit Moriz Kallina)
  • 1902 Depeschenbüro d. Zeitung „Die Zeit“, Wien 1, Kärntner Straße 39 (nicht erhalten)

Unausgeführte Entwürfe

  • Akademie
  • Stadtmuseum
  • Kriegsministerium
  • Wienzeile

Bauten:

Bauherr:

Letzte Ruhestätte:


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