Maria Theresia

weiblichErzherzogin, Kaiserin, Königin

* 1717-05-13 Wien, Österreich

Mutter: Elisabeth Christine

Vater: Karl VI.

Mitglied der Dynastie der Habsburg

Partner(in): Franz I. Stephan

†1780-11-29 Wien, Österreich

Kinder: Maria Anna (1738-10-06) Joseph II. (1741-03-13) Marie Christine (1742-05-13) Karl Joseph (1745-02-01) Maria Amalia (1746-02-26) Leopold II. (1747-05-05) Maria Karolina (1752-08-13) Marie Antoinette (1755-11-02) Maximilian Franz (1756-12-08)

(Halb)Geschwister: Maria Anna (1718-09-18)

siehe auch: Maria Theresien Denkmal Kapuzinergruft

Erzherzogin von Österreich, Kaiserin von Österreich

Vita

  • 2. Februar 1736 Heirat mit Herzog Franz Stephan von Lothringen (als späterer Deutscher Kaiser Franz I.)
  • 1740 starb ihr Vater Karl VI., sie wurde Königin von Ungarn und Böhmen und übernahm aufgrund der "Pragmatischen Sanktion" die Regierung der habsburgischen Länder. Ihren Mann bestellte sie zum Mitregenten
  • 1745 wurde ihr Mann Deutscher Kaiser und sie selbst nannte sie fortan ”Römische Kaiserin”, obwohl sie die Verlust der Kaiserkrone anfänglich schmerzte
  • als 1764 ihr Sohn Joseph II. Römischer König wurde, bereitete ihr das Genugtuung. Für sie war dadurch die gottgewollte Ordnung wieder hergestellt
  • am 18. 8. 1765 starb ihr Mann. Danach trug sie nur mehr Trauerkleidung, verwendete schwarz umrandetes Papier und war tief pessimistisch

Reformen ihrer Regierungszeit

Die "Maria-Theresianische Epoche" zeichnete sich durch viele Reformen aus, die in allen habsburgischen Ländern einen Modernisierungsschub bewirkten:

  • die Verwaltung wurde reformiert ("Theresianische Kanzleiordnung")
  • das Heereswesen neu organisiert (Gründung der Militärakademie in Wiener Neustadt)
  • die Lage der Bauern verbessert (Beschränkung der Robotleistungen)
  • die Folter abgeschafft
  • der Einfluss der Kirche verringert (Aufhebung des Jesuitenordens 1773).
  • und vor allem die Einführung der Allgemeinen Schulpflicht

Ihre Persönlichkeit

Sie war in jungen Jahren sehr impulsiv und lebenslustig und neigte zum Glücksspiel. Sie sprach Deutsch mit wiener Färbung, sowie Latein, Spanisch, Französisch und Italienisch und liebte Musik (sie ließ auch ihre Kinder Instrumente lernen).

Der österreichsche Barockkatholizismus bewirkte bei ihr ein starkes Gottvertrauen. Sie stiftete in vielen Kirchen Ornate und lehnte jede Toleranz ab. Streng war sie gegen Unsittlichkeit (Keuschheitskommission) auch in Unterhaltung und Theater eingestellt.

Bis zuletzt, obwohl sie an bald an Übergewicht und im Alter mit dem Gehen Problem hatte, zeichneten sie Fleiß und Pflichtbewusstsein aus. Bei ihrem Tod wurde sie vom Volk kaum betrauert, wurde sie später zum Symbol für Tatkraft und Mütterlichkeit.

Ihre Kinder

Maria Theresia hatte sechszehn Kinder (elf Mädchen und fünf Knaben), von denen drei als Kleinkinder und drei als Jugendliche starben. Zwei Söhne wurden Herrscher (Joseph II. und Leopold II., zwei Töchter (Maria Anna und Maria Elisabeth) und der jüngste Sohn (Maximilian Franz) blieben unverheiratet.

Sie versuchte ihren Einfluss auch über ihre Töchter (Marie Christine, ihrer Lieblingstochter, Maria Amalia, Maria Karolina und Marie Antoinette), die zum Teil mit Prinzen des weit verzweigten Hauses Bourbon verheiratet waren, aufrechtzuerhalten.

Denkmäler

Schon zu Lebzeiten hing in vielen Klöstern und Schlössern ihr Bildnis, im 18. und 19. Jahrhundert wurden ihr in mehreren Städten der Monarchie Denkmäler gewidmet


Denkmäler:

Letzte Ruhestätte:


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