Schriftsteller
* 1905-07-25 Rustschuk, Bulgarien
†1994-08-14 Zürich, Schweiz
Vita
Elias Canetti stammt aus einer wohlhabenden Familie. Sein Vater war jüdischer Kaufmann sephardischer Herkunft.
- lebte als Kind in London
- 1913 Übersiedlung nach Wien und lernte erst hier Deutsch, die Sprache, in der er später seine Werke - auch im Exil - verfaßte. Besuchte die Schule in Wien, Zürich und Frankfurt am Main
- 1923 - 29 Studium der Chemie in Wien (Promotion: Dr. phil. nat. (Chemie) 1929). Währenddesssen Beginn der Schriftstellerischen Tätigkeit. Literarisches Vorbild und sprachkritische Autorität wird Karl Kraus.
- 1934 Heirat mit Veza Canetti.
- 1938 Emigration nach Paris, später nach London. Beginn der Arbeit an "Masse und Macht"
- ab 1939 lebte Canetti in London. 2. Hauptwohnsitz wurde Zürich.
Werk
- 1932 ”Hochzeit” (Drama)
- 1935 ”Die Blendung” (Roman), gestaltet in grotesker Überzeichnung den Zusammenprall von Geisteswelt und Instinkten der Masse
- 1950 ”Komödie der Eitelkeit” (Drama)
- 1964 ”Die Befristeten” (Drama)
- 1960 ”Masse und Macht” (Essay), bildet die theoretische Grundlage zu seinem Werk.
- 1973 "Die Provinz des Menschen" *1974 "Der Ohrenzeuge"; Fünfzig Charaktere
- 1977 ”Die gerettete Zunge”, Autobiographie
- 1980 ”Die Fackel im Ohr”, Autobiographie
- 1985 “Das Augenspiel, Autobiographie
- 2003 “Party in Blitz”, kommentiert und interpretiert eine singuläre Lebens- und Werkgeschichte.
Auszeichnungen
- 1949 Prix International, Frankreich
- 1966 Deutscher Kritikerpreis
- 1967 Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur
- 1972 Georg-Büchner-Preis
- 1972 Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst
- 1977 Gottfried-Keller-Preis
- 1979 Verleihung des Ordens Pour le Mérite
- 1981 erhielt er für sein von "Weltblick, Ideenreichtum und künstlerischer Kraft" geprägtes CEuvre den Nobelpreis für Literatur
- 1981 Franz-Kafka-Preis
- 1983 Verleihung des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland