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Politik


Demokratie

Demokratie ist ein Prinzip das auf Mehrheiten beruht. Das demokratische Prinzip ist Grundlage von Regierungsformen und ein Gesellschaftlicher Konsens der in vielen Bereichen zur Entscheidungsfindung dient. Ausgehend von der französischen Revolution und der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika wurde sie im 20. Jahrhundert zur verbreitetsten Gesellschaftsform der westlichen Welt.

Formen der Demokratie

  • Direkte Demokratie
  • Indirekte Demokratie / repräsentative Demokratie: Die Wahl einer Person in eine Funktion erfolgt durch ein Gremien, welches von der Gemeinschaft gewählt wurde.

Entwicklung in Österreich

Mittelater

  • Weistümer, auf demokratischen Prinzip beruhende kleine Gemeinschaften
  • bäuerliche Gerichte (repräsentative Demokratie)
  • Verteter der Täler in den Landtagen von Tirol und Vorarlberg (repräsentative Demokratie)
  • Räte und Bürgermeister in Städten
  • demokratisch organisierte Zechen innerhalb der Städte

Neuzeit

  • seit dem 17. Jahrhundert: Zurückdrängung der demokratischen Gesellschaftsformen durch den Absolutismus.
  • ab 1848 Entwicklng einer demokratisch geprägte Verfassung durch den Reichtag, diese trat nicht in Kraft.
  • 1850 demokratische Ortsgemeinden
  • ab 1861 demokratisch gew�hlte Landtage, mit Vertretungen der Bürger (nach dem Kurienprinzip)
  • ab 1867 Versammlungsfreiheit und die gesetzliche Zulassung von Vereinen, Parteien und Interessenvertretungen (Gewerkschaften, Handelskammern)
  • ab 1873 Parlamente der Monarchie, deren Abgeordnete direkt nach dem Mehrheitsprinzip gewählt wurden, jedoch war nur ein Teil der Bevölkerung wahlberechtigt
  • ab 1907 allgemeine Wahlrecht für Männer.
  • 1918 Gründung der Republik Österreich als demokratischer Staat, mit Parlament, Landtagen und Gemeinderäten welche nach dem Verhältniswahlrecht gewählt werden.
  • 1920 Inkrafttreten der Bundesverfassung; Schaffung von Parteien, Kammern und anderen Organisationen
  • Ab Ende der 1920er Jahre allmähliche Verdrängung der demokratischen Prinzipien
März 1933 Ausschaltung des Parlaments
  • 1934 Maiverfassung, defact Abschaffung der Demokratie, Errichtung eines Ständestaates.
  • 1938 Einzug Hitlers in Österreich, Aufhebung aller demokratischen Formen und deren Ersatz durch das Führerprinzip.
  • 1945 Wiedererichtung der Republik Österreich auf Grundlage der repräsentativen Demokratie.
  • 25. 11. 1945 erste Nationalrats- und Landtagswahlen.
  • Wahlen zu Interessenvertretungen folgen
  • ab 1960er erweiterte Zulassung von Elementen der direkter Demokratie: Bürgerinitiativen, Volksbefragungen und Volksabstimmungen
  • ab 1963 Volksbegehren (Rundfunkvolksbegehren 1964, Zwentendorf-Volksabstimmung 1978, EU-Volksabstimmung 1994).
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