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Sozial Demokratische Partei Österreich

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Inhaltsverzeichnis

Politische Partei SPOe in Wien

Adresse: Löwelstraße 18

Gegründet: 1889-01-01 Hainfeld, Österreich

siehe auch: Sozialdemokratie

Links: SPOe Hompage


Historie

30. Dezember 1888 bis 1. Jänner 1889 Hainfelder Parteitag: 110 Delegierte aus allen Kronländern (70 davon stimmberechtigt) nehmen die von Victor Adler verfasste "Prinzipienerklärung" an. "Gemäßigte" und "Radikale" sind versöhnt - die Sozialdemokratische Partei Österreichs ist geboren.

12. Juli 1889 Erste Nummer der "Arbeiter-Zeitung". Sie erscheint zuerst zweiwöchentlich, ab 18. Oktober wöchentlich.

14. Juli 1889 In Paris wird die II. Internationale gegründet und der 1. Mai zum Weltfeiertag der Arbeiter erklärt.

1. Mai 1890 Erste 1.Mai-Feier in Wien. Parole "8-8-8" (Acht Stunden Arbeit, acht Stunden Schlaf, acht Stunden Erholung).

28. Jänner 1891 Erster Wahlaufruf der Sozialdemokraten. Arbeiter haben noch kein Wahlrecht.

13. Oktober 1892 Die Gewerkschaftskommission, Urzelle des heutigen Gewerkschaftsbundes, wird gegründet.

24. bis 27. Dezember 1893 Erster Gewerkschaftskongress Österreichs. 69 Vereine aus Wien und 125 aus den Kronländern schicken insgesamt 270 Delegierte.

18. Oktober 1894 Auf einer Massenversammlung wird das allgemeine Wahlrecht gefordert. Sicherheitsorgane gehen mit Gewalt gegen die Arbeiter vor; es gibt zahlreiche Verletzte und Verhaftungen.

9. März 1897 Wahl der fünften Kurie des Abgeordnetenhauses. Die Sozialdemokraten erhalten 14 Mandate.

24. bis 29. September 1899 Im "Brünner Programm" fordern die Sozialdemokraten die Umbildung der Monarchie in einen demokratischen Bundesstaat autonomer Völker.

31. Mai 1890 Zum ersten Mal können Sozialdemokraten bei den Wiener Gemeinderatswahlen antreten. Sie erhalten über 56.000 Stimmen, aber nur zwei Mandate (Christlich-Soziale 77.000 Stimmen/18 Mandate).

28. November 1905 24-stündiger Generalstreik; 250.000 Arbeiter demonstrieren vor dem Parlament fünf Stunden für das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht.

14. bis 25. Mai 1907 Erste allgemeine Wahlen (nur Männer). Von 516 Sitzen erhalten die Sozialdemokraten als zweitstärkste Fraktion 87.

19. März 1911 Erster "Frauentag" in Wien. Die Frauen fordern die politische Gleichberechtigung.

28. Juli 1914 Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien; der Erste Weltkrieg beginnt.

28. Dezember 1916 Erste Friedensversammlung im Wiener Arbeiterheim

Jänner 1918 Streiks für die Beendigung des Krieges und für Verbesserung der Lebensverhältnisse in Wien und Wiener Neustadt.

30. Oktober 1918 Die "Provisorische Nationalversammlung" nimmt die vom Sozialdemokraten Karl Renner ausgearbeitete "Provisorische Verfassung" an und setzt einen Staatsrat unter Staatskanzler Renner ein.

1. November 1918 Der Sozialdemokratische Parteitag fordert die republikanische Staatsform.

12. November 1918 Die Provisorische Nationalversammlung ruft auf Antrag Renners die Republik "Deutsch-Österreich" aus

16. Februar 1919 Bei der Wahl zur Konstituierenden Nationalversammlung sind erstmals auch Frauen wahlberechtigt. Die Sozialdemokratie wird stärkste Partei und bildet eine Koalition mit den Christlich-Sozialen.

Mai 1919 Wiener Gemeinderatswahlen Von 165 Mandaten erhalten die Sozialdemokraten 100. Jakob Reumann wird der erste sozialdemokratische Bürgermeister von Wien.

10. September 1919 Staatsvertrag von St. Germain. Gesetz über den 8-Stunden-Tag. In Wien wird der erste Gemeindebau errichtet.

22. Oktober 1920 Die Sozialdemokraten gehen in die parlamentarische Opposition.

10. November 1920 Die neue Bundesverfassung tritt in Kraft.

Mai 1924 Gründung des "Republikanisches Schutzbundes" der Sozialdemokratischen Partei.

3. November 1926 Das "Linzer Programm" wird auf dem Parteitag beschlossen.

30. Jänner 1927 In Schattendorf/Burgenland schießen Frontkämpfer auf Schutzbündler.

15. Juli 1927 Der Freispruch der Schattendorf-Attentäter am Vortag fordert den Protest der Arbeiterschaft heraus. Erbittert ziehen die Arbeiter am Morgen in die Stadt. Der Justizpalast wird in Brand gesteckt. Zusammenstöße mit der Polizei fordern 85 Tote unter den Arbeitern und vier tote Polizisten; 600 Menschen werden verwundet.

18. Mai 1930 Die Heimwehren bekennen sich im "Korneuburger Eid" zum Faschismus "... wir verwerfen den westlichen parlamentarischen Demokratismus."

7. März 1933 Kanzler Dollfuß schaltet das Parlament aus und proklamiert die autoritäre Führung der Staatsgeschäfte.

12. Februar 1934 Februar-Blutbad Polizeibeamte dringen in das Linzer Parteiheim ein. Die Schutzbündler setzen sich zur Wehr, daraufhin bricht auch in Wien und anderen Industriestädten der Aufstand los. In Wien wird der Karl-Marx-Hof vom Bundesheer beschossen. Die Kämpfe dauern teilweise bis 16. Februar an. In Folge wird die Sozialdemokratie verboten, ihre Führung größtenteils verhaftet.

12. März 1938 Hitler marschiert in Österreich ein und verkündet den Anschluss.

1. September 1939 Deutsche Truppen besetzen ohne Kriegserklärung Polen. Der Zweite Weltkrieg beginnt.

27. April 1945: Unabhängigheitserklärung An diesem Tag wurde die Unabhängigkeitserklärung durch die Vertreter aller in der (provisorischen) Regierung vertretenen Parteien (SPÖ, ÖVP, KPÖ) unterzeichnet. Die von den drei Parteivorständen (SPÖ, ÖVP, KPÖ) verabschiedete Proklamation erklärte die Republik Österreich für "wiederhergestellt". Weiters wurde der "im Jahre 1938 dem österreichischen Volke aufgezwungenen Anschluss" für "null und nichtig" erklärt.

April 1945 Neugründung der Sozialistischen Partei Österreichs (SPÖ).

5. August 1945 Die erste Nummer der "Arbeiter-Zeitung" in der Zweiten Republik erscheint.

20. Oktober 1945 Karl Renner wird einstimmig durch die Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt.

14. und 15. Dezember 1945 Erster ordentlicher Parteitag seit 1933. Neuer Parteivorsitzender ist Adolf Schärf.

25. Juli 1946 Das Arbeiterurlaubsgesetz wird durchgesetzt.

31. Dezember 1950: Karl Renner stirbt.

27. Mai 1951: Theodor Körner wird Bundespräsident. In Frankfurt wird die Sozialistische Internationale neu gegründet.

15. Mai 1955: Mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages erhält Österreich seine volle Souveränität wieder.

1. Jänner 1956: Das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz (ASVG) tritt in Kraft.

8. Mai 1957: Bruno Pittermann wird Parteivorsitzender.

28. April 1957: Adolf Schärf wird zum Bundespräsidenten gewählt; 1963 wieder für eine zweite Amtsperiode.

13. und 14. Mai 1958: Parteitag und neues Programm der SPÖ.

1. Jänner 1960: Außenminister Kreisky unterzeichnet den EFTA-Vertrag.

23. Mai 1965: Franz Jonas wird Bundespräsident.

18. April 1966: Nach knapp 21jähriger Zusammenarbeit mit der ÖVP scheidet die SPÖ aus der Regierung aus.

30. Jänner bis 1. Februar 1967: Bruno Kreisky wird am Parteitag zum Parteivorsitzenden gewählt.

1. März 1970: Wahlsieg der SPÖ (relative Mehrheit). Kreisky bildet eine SPÖ-Minderheitsregierung.

10. Oktober 1971: Bei Neuwahlen erringt die SPÖ zum ersten Mal die absolute Mehrheit.

23. Juni 1974: Der SPÖ-Kandidat Rudolf Kirchschläger wird Bundespräsident.

1. Jänner 1975: Die 40-Stunden-Woche tritt in Kraft.

5. Oktober 1975: Neuerlicher Wahlsieg und Ausbau der absoluten Mehrheit.

18. bis 20. Mai 1978: Der Parteitag beschließt das neue Parteiprogramm

6. Mai 1979: Weiterer Ausbau der absoluten Mehrheit auf 51 Prozent

24. April 1983: Die SPÖ erreicht die relative Mehrheit und bleibt mit Abstand stärkste Partei. Ein Monat später bildet der neue Bundeskanzler Fred Sinowatz eine Koalitionsregierung mit der FPÖ.

27. bis 29. Oktober 1983: SPÖ-Parteitag: Sinowatz wird Parteivorsitzender.

16. Juni 1986: Franz Vranitzky wird Bundeskanzler

16. September 1986: Nach der Wahl Jörg Haiders zum FPÖ-Obmann löst Vranitzky die “Kleine Koalition” auf. Aus den Neuwahlen im November geht die SPÖ wieder als stärkste Partei hervor. Im Jänner 1987 kommt es zur Großen Koalition zwischen SPÖ und ÖVP.

11. Mai 1988: Ein außerordentlicher Parteitag wählt Vranitzky zum neuen Bundesparteivorsitzenden.

29. Juli 1990: Bruno Kreisky stirbt in Wien.

7. Oktober 1990: Bei den Nationalratswahlen wird die SPÖ wieder stärkste Partei. Neuerliche Koalition mit der ÖVP.

14. und 15. Juni 1991: Der SPÖ-Bundesparteitag beschließt u.a. , dass die SPÖ nun “Sozialdemokratische Partei Österreichs” heißen soll.

3. und 4. Juni 1993: Beim SPÖ-Bundesparteitag wird mit dem Beschluss des neuen Organisationsstatuts die Partei auch für Nicht-Mitglieder geöffnet. Das neue Statut sieht u.a. Vorwahlen und eine Frauenquote auf allen Listen von 40 Prozent vor.

12. Juni 1994: Über 66 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen stimmen für den von der SPÖ befürworteten Beitritt zur Europäischen Union.

9. Oktober 1994: Trotz eines enttäuschenden Wahlergebnisses bleibt die SPÖ stärkste Partei.

1. Jänner 1995: Österreich wird Mitglied der EU.

2. bis 4. Oktober 1995: Der 34. SPÖ-Bundesparteitag nimmt den Entwurf zum neuen Parteiprogramm an und setzt damit das Startsignal für eine breite Programmdiskussion.

17. Dezember 1995: Die durch den Bruch der Koalition seitens der ÖVP notwendigen Neuwahlen bringen für die SPÖ wieder einen deutlichen Stimmenzuwachs. Sie wird mit vergrößertem Abstand stärkste Partei in Österreich.

12. März 1996: Das Kabinett Vranitzky V - eine Koalition der SPÖ mit der ÖVP - wird vom Bundespräsidenten angelobt.

16. Juni 1996: Franz Vranitzky feiert sein zehnjähriges Jubiläum als Bundeskanzler.

18. Jänner 1997: Franz Vranitzky tritt als Bundeskanzler und Parteivorsitzender zurück. Als Nachfolger schlägt er den SPÖ-Finanzminister Viktor Klima vor, der am 28. Jänner als Bundeskanzler angelobt wird.

9. April 1997: Der 35. SPÖ-Parteitag steht unter dem Eindruck des Wechsels an der Spitze der SPÖ. Franz Vranitzky wird von der Partei als Vorsitzender verabschiedet, Viktor Klima mit überwältigender Mehrheit zum neuen Vorsitzenden gewählt.

30. Oktober 1998: Bei einem außerordentlichen Parteitag beschließt die SPÖ ein neues Parteiprogramm: Die Grundwerte der Sozialdemokratie Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind darin nach wie vor gültig. Das neue Programm steht aber vor allem auch für die Modernität und den Veränderungswillen der SPÖ. Beim Sonderparteitag beschließt die SPÖ außerdem ein neues, offeneres Organisationsstatut. Äußerliches Symbol für die Modernisierung ist das neue Parteilogo.

3. Oktober 1999: Bei der Nationalratswahl muss die SPÖ zwar Stimmenverluste hinnehmen, sie bleibt aber stimmenstärkste Partei und erhält von Bundespräsident Thomas Klestil im Dezember den Auftrag zur Regierungsbildung. Die Sozialdemokratie tritt in Verhandlungen mit der Volkspartei, die bei den Wahlen von der FPÖ auf Platz drei verdrängt wurde. Die ÖVP lässt die Regierungsverhandlungen jedoch scheitern und bildet im Februar 2000 unter heftigem nationalen und internationalen Protest eine Koalition mit Jörg Haiders FPÖ. Nach 30 Jahren befindet sich die SPÖ erstmals wieder in Opposition

29. April 2000: Am 36. Ordentlichen Bundesparteitag in Wien-Oberlaa legt Viktor Klima den Parteivorsitz zurück. Alfred Gusenbauer, der erst wenige Wochen davor zum SPÖ-Bundesgeschäftsführer bestellt worden war, wird zum neuen Vorsitzenden gewählt. In seiner zukunftsweisenden Rede proklamierte Gusenbauer den Neustart für seine Partei und positionierte die Sozialdemokratie als sachlich orientierte Oppositionspartei mit dem klaren Ziel, die Regierungsverantwortung zurückzuerobern.

6. April 2000: SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer gibt eine Grundsatzerklärung zur Aufarbeitung des NS-Erbes in der Zweiten Republik ab. Titel der Erklärung: "Klarheit in der Vergangenheit - Basis für die Zukunft".

24. November 2002: Bei den vorgezogenen Neuwahlen nach dem Scheitern der ÖVP-FPÖ-Koalition gewinnt die SPÖ mit ihrem Kanzlerkandidaten Alfred Gusenbauer zwar 3,75 Prozent dazu (das ist der dritthöchste Zugewinn in der Geschichte der Partei) und kommt damit auf 36,9 Prozent, rutscht aber auf Platz zwei ab. Erstmals seit 1970 ist nicht mehr die SPÖ stimmenstärkste Partei in Österreich, sondern die Volkspartei.

25. April 2004: SPÖ-Kandidat Heinz Fischer wird Bundespräsident.

13. Juni 2004: Die SPÖ wird bei den EU-Wahlen stimmen- und mandatsstärkste Partei.

1. Oktober 2006: 35,3 Prozent der Stimmen erhält die SPÖ, womit sie zwar Prozente verlieren, aber wieder stimmenstärkste Partei werden. Nach zähen Koalitionsverhandlungen wird abermals eine Große Koalition mit der ÖVP gebildet; Bundeskanzler wird Alfred Gusenbauer.

28. September 2008: 29,3 Prozent. Trotz dieser massiven Stimmenverluste bleibt die SPÖ Stimmenstärkste Partei. Alfred Gusenbauer ist bereits im Vorfeld als Parteiobmann zurückgetreten. Werner Faymann übernahm diese Funktion und war auch Spitzenkanditat der SPÖ im Wahlkampf.


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