ist die höchste Auszeichnung, die von der Republik Österreich einmal jährlich einem Künstler für hervorragende Leistungen verliehen wird. Voraussetzung ist die österreichische Staatsbürgerschaft bzw. ein ständiger Wohnsitz in Österreich.
Er wurde 1950 vom damaligen Unterrichtsminister Felix Hurdes geschaffen. Der Große Österreichische Staatspreis wird auf Vorschlag des Österreichischen Kunstsenats ohne festgelegtes Rotationsprinzip innerhalb der Sparten Literatur, Musik, bildende Kunst und Architektur für ein künstlerisches Lebenswerk verliehen. Seit 2003 ist er mit € 30.000 dotiert. In den Bereichen Film und künstlerische Fotografie erfolgt die Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises durch eine eigens bestellte Jury und nicht durch den Kunstsenat.
Seit 1971 wird der Preis, der zuvor jährlich in mehreren Sparten vergeben werden konnte, nur noch an eine einzige Person pro Jahr vergeben.
Die Ursprünge von Schloss Maissau gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück, Wart- und Wehrturm stammen aus dieser Zeit. Seit 1537 befindet sich das Schloss im Besitz der Familie Abensperg-Traun.
Durch Zu- und Umbauten und eine grundlegende Renovierung 1870 (August Schwendenwein und Johann Julius von Ringe) erhielt Schloss Maissau sein heutiges Aussehen.
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Trichoplax adhaerens und der 1897 im Golf von Neapel gefundenen Treptoplax reptans lediglich zwei Arten umfasst. Da Treptoplax seit seiner Entdeckung nicht wiedergefunden wurde, bezieht sich die derzeitige Kenntnis der Placozoa so gut wie ausschließlich auf Trichoplax adhaerens. Dieser ist ein abgeplatteter Vielzeller ohne Symmetrie und von unregelmäßigem Umriss, der zudem veränderlich ist, weil das Tier bei der gleitend-kriechenden Fortbewegung amöbenartigen Gestaltveränderungen unterliegt. Trichoplax hat weder Organe noch Muskel- und Nervenzellen. Er besteht aus einem dünnen dorsalen Plattenepithel, und einem dicken, der Aufnahme von extrasomatisch durch abgeschiedene Exoenzyme vorverdauten Protozoen dienenden und demzufolge als Gastrodermis bezeichneten, ventralen Zylinderepithel, und einem Faserzellen führenden, flüssigkeitserfüllten Spaltraum zwischen beiden Epithelien. Am Körperrand stoßen Epidermis und Gastrodermis aneinander. Die Epidermis setzt sich aus mit je einer Geißel und einer Reihe besonderer Vesikel ausgestatteter Deckzellen zusammen. Die Gastrodermis besteht aus ebenfalls begeißelten und mit Mikrovilli versehenen zylinder- und keulenförmigen Drüsenzellen. Alle Epithelien sind durch Desmosomen miteinander verbunden, haben aber keine Basallamina. Ihre Kerne enthalten zwölf Chromosomen, doch der DNA-Gehalt ist der geringste, der bisher bei Metazoen gefunden wurde: er ist nur zehnmal so hoch wie der des Escherichia coli-Chromosoms. Die Fortpflanzung vollzieht sich i.Allg. durch Zweiteilung. Auch kommt Knospung vor sowie geschlechtliche Fortpflanzung durch unbegeißelte „Spermien“ und „Eizellen“, die im gleichen Individuum vorkommen können. Wie die Schwämme und einige Nesseltiere regeneriert Trichoplax nach chemischem Dissoziieren ihrer Epithelien wieder ein vollständiges Tier. Aufgrund von Größe, Bau und DNA-Gehalt muss Trichoplax adhaerens als das einfachst gebaute derzeit bekannte Metazoon gelten.